Ringvorlesung
»Donuts & Digitalisierung«
Winter 2019/20

»Donuts & Digitalisierung«, das bedeutet spannende 30-Minuten-Vorträge von interessanten Digitalisierungsexpert*innen aus unterschiedlichen Bereichen mit anschließender Fragerunde bei Donuts und Kaffee; in loser Folge, immer montags oder donnerstags, 17:00- 18:30 Uhr im Hochhausfoyer.

Bei erfolgreicher regelmäßiger Teilnahme an mindestens 3 von 5 Vorträgen und Online-Übungsaufgaben erhalten Sie das unimodal1-Zertifikat für Ihre digitalen Kernkompetenzen.

Der moodle-Kurs steht Ihnen ab sofort zum Einschreiben bereit (ohne Passwort).

 

Einführung: Daten in Technik und Gesellschaft

Paul Greif (Smart Manufacturing)

Montag, 14.10.2019, 17:00 Uhr, Hochhausfoyer (Gebäude H, EG.)

Paul Greif hat sich als Digital Manufacturing Competency Lead bei John Deere mit der Optimierung von Produktentwicklungs-prozessen durch digitale Lösungen wie der CAVE an der Hochschule Mannheim beschäftigt.

In seinem Vortrag wird Paul Greif digitale Technologien als Unterstützung von Kommunikations- und (interdisziplinären) Teamprozessen mit Beispielen aus Industrie und alltäglichen Situationen beleuchten.

Daten Sammeln:
Wieso Daten wichtig sind und was man beim Umgang mit ihnen beachten sollte

Martin Memmel (DFKI)

Montag, 11.11.2019, 17:00 Uhr, Hochhausfoyer (Gebäude H, EG.)

Daten spielen seit Jahren eine immer größere Rolle in nahezu allen Lebensbereichen, sei es im privaten Umfeld, in der Wissenschaft, in den Medien oder in der Politik. Aber woher kommen diese Daten eigentlich, für wen sind Sie verfügbar, wie sehen sie aus - und was kann bzw darf man mit ihnen tun?

In diesem Vortrag werden zentrale Begrifflichkeiten rund um das Thema „Daten“ und verschiedene Typen von Datenquellen und Zugriffsmöglichkeiten mit Beispielen aus der Praxis erläutert. Darüber hinaus werden auch Fragen der Datenqualität und gesellschaftliche sowie ethische Aspekte diskutiert.

Daten Formen

Jens Heidrich (Fraunhofer IESE)

Donnerstag, 14.11.2019, 17:00 Uhr, Hochhausfoyer (Gebäude H, EG.)

Die Menge an verfügbaren Daten nimmt in allen Disziplinen und Branchen stetig zu. Dies eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten der Datennutzung – zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis fehlt oftmals Erfahrung in Data Literacy, also die Fähigkeit Daten auf kritische Art und Weise zu sammeln, zu managen, zu bewerten und anzuwenden.

Datenaufbereitung ist einer der wichtigsten Schritte des Data Management, um sinnvolle Analysen durchführen und datengetriebene Entscheidungen verlässlich treffen zu können. Bis zu 80% der Projektzeit muss oftmals in die Aufbereitung der Daten fließen, da diese unvollständig, fehlerhaft oder widersprüchlich sind und damit nicht unmittelbar analysiert und verwendet werden können. Mehr denn je gilt die alte Informatiker-Weisheit „Garbage in, Garbage out“. Wenn die zu analysierenden Daten von schlechter Qualität sind, wird auch die beste Datenanalyse keine Wunder vollbringen.

Im Rahmen des Vortrags wollen wir uns etwas tiefer mit „Data Preparation“ als zentrale Phase des „Cross-industry standard process for data mining (CRISP-DM)” beschäftigen. An Beispielen aus der Praxis wollen wir hinter die wichtigsten Schritte der Datenaufbereitung schauen. Diese umfassen die richtige Auswahl von Daten, das Bereinigen von Datensätzen sowie das Integrieren, Transformieren, Konstruieren und Verdichten von Daten.

CC-BY Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Stephanie F. Scholz

Daten Lesen:
Daten erleben - Digitale Vermittlung im Museum

Franziska Diehr (museum4punkt0)

Donnerstag, 28.11.2019, 17:00 Uhr, Hochhausfoyer (Gebäude H, EG.)

Sammeln, Bewahren, Ausstellen, Forschen und Vermitteln - das sind die fünf Kernaufgaben des Museums. In allen Bereichen des Museums finden digitale Werkzeuge und Methoden immer breitere Anwendung, auch in der Vermittlung: So gehören Touchscreens, Medientische und Projektionen mittlerweile quasi zur Standardeinrichtung einer jeden Ausstellung. Museen pflegen Websites und Online-Datenbanken und sind in sozialen Netzwerken aktiv. - Doch wie können museale Themen und Objekte darüber hinaus im Museum und auch außerhalb erfahrbar werden? Wie können Besucher*innen Museumswissen nutzen, damit interagieren und es (ver-)formen? Unter dem Prinzip "zuerst der Inhalt, dann die Technik" erprobt museum4punkt0 wie Vermittlungsansätze, z.B. spielerische Interaktionen oder immersives Erleben, mit aktuellen Technologien wie Virtual Reality, Augmentation oder mobilen Apps umgesetzt werden können. Dazu arbeiten wir fallstudienbasiert in einem deutschlandweiten Verbund aus unterschiedlichen Museen zusammen, die sowohl in ihrer institutionellen Struktur als auch ihrer Themensetzung ein breites Spektrum der Museumslandschaft abdecken. Wir explorieren innovative Methoden und Formate der Interaktion, Kommunikation und Partizipation und skizzieren wie erweiterte Zugriffe auf museale Themen gestaltet sein können. museum4punkt0 wird seit 2017 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Das zentrale Steuerungsteam, bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelt, ist mit der Koordination des Verbunds betraut, vernetzt ihn mit der Museumslandschaft und Wissenschaft und identifiziert übergreifende Themen, deren Beforschung es durch eigene Projekte realisiert. Die Sicherung und Verfügbarmachung der Projektergebnisse ist dabei ein zentrales Derivat: Die gesammelten Erkenntnisse und die entwickelten digitalen Vermittlungsformate sollen der gesamten Museums- und Kulturbranche zur Verfügung gestellt werden. Weitere Partner im Verbund sind: die Staatlichen Museen zu Berlin, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum München, die Fastnachtsmuseen Narrenschopf und Schloss Langenstein, das Museum für Naturkunde Görlitz sowie die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Mehr zum Projekt: https://www.museum4punkt0.de

Daten Geleitet Handeln:
Die Digitalisierungsstrategie der Stadt Mannheim

Judith Geiser (Team Digitalisierungsstrategie, Stadt Mannheim)

Montag, 09.12.2019, 17:00 Uhr, Hochhausfoyer (Gebäude H, EG.)

Für die Stadtverwaltung Mannheim bedeutet Digitalisierung, dass moderne Technologien eingesetzt werden, um Alltägliches intelligent zu optimieren. Dabei stehen Informationen im Mittelpunkt, denn die Aufnahme, Sammlung, Verarbeitung und Weitergabe von Informationen ermöglicht eine zukunftsorientierte Entwicklung von Mehrwerten für die Stadtgesellschaft. Mehrwerte für die Stadtgesellschaft sind dabei beispielsweise die Vernetzung der Stadtverwaltung mit Mannheimer Firmen, öffentliches WLAN, Smart City Ansätze, intelligente Verkehrssteuerung, bargeldloses Bezahlen in der Stadt und ein Bürgerportal für die Erledigung von Anträgen.

Gastvorträge unimodal1
Winter 2019/20

Dr. Sebastian Meier, Lead Data Scientist bei Technologiestiftung Berlin

Raphael Reimann, Content & Media Lead bei move lab by REACH NOW