virtuelle Ringvorlesung Donuts & Digitalisierung

Sommer 2021

»Donuts & Digitalisierung«, das bedeutet spannende 30 Minuten Impulse von Digitalisierungsexpert*innen aus unterschiedlichen Bereichen mit anschließender Fragerunde.

5 Mal im Semester, montags, dienstags oder donnerstags, 17:00 Uhr.

Mitmachen wird mit Donuts belohnt! Bei erfolgreicher regelmäßiger Teilnahme an mindestens 3 von 5 Vorträgen und Online-Übungen erhalten Sie das unimodal1-Zertifikat für Ihre digitalen Kernkompetenzen.

Zugangsdaten zu den Online-Vorträgen werden kurz vor Beginn im moodle-Kurs bekannt gegeben. Der moodle-Kurs steht Lernenden & Lehrenden aller Fächer ab sofort zum Einschreiben bereit (ohne Passwort).

Daten Leiten Handeln

Dr. Heiko Kulinna, BASF Digital Solutions GmbH

Montag, 17.05.2021, 17:00 Uhr

Zugangslink im moodle-Kurs
 

Information Overload! Creating Value from Data - Eine Fallstudie

Ein praktischer Streifzug vom Projektmanagement über Six Sigma zu MLOps

Nach der anfänglichen Euphorie um Big Data, Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence), Digitalisierung und Industrie 4.0 stellt sich in vielen Projekten die Frage: Wie setzen wir eine datengetriebene Prozess Optimierung ganz praktisch um?

In dem Vortrag werden wir eine sehr realistische Fallstudie betrachten: Wir folgen einer datengetriebenen chemischen Prozessoptimierung vom Projektstart bis zur fertigen Lösung. Wir streifen dabei typischen Projektmanagement Themen, der (chemischen) Modellierung, sowie modernen Lösungsumsetzungen mit MLOps.

Nach dem Chemiestudium und der Promotion im Bereich Metallorganische Chemie hat Heiko Kulinna als Trainee verschiedene Abteilungen der BASF kennengelernt. Bis 2020 war er Laborleiter und war u.a. für datengetriebene Prozessverbesserungen zuständig. Aktuell ist er als Data Science Manager in der Abteilung Production AI: Datengetriebene Prozessverbesserung tätig.

Einführung: Daten in Beruf und Gesellschaft

Prof. Dr. Uwe Pfenning, Universität Stuttgart

Montag, 12.04.2021, 17:00 Uhr

Digitalisierung als Gesellschaftstechnik und MINT-Bildung als Gesellschaftsaufgabe

Digitalisierung hat Konjunktur, aber der Begriff bleibt nebulös und vielschichtig. Soziologisch ist Digitalisierung eine Gesellschaftstechnik. Als solche beinhaltet Digitalisierung einen Bildungsauftrag wie auch Aspekte einer neuen Kulturtechnik mittels Vernetzung, Mensch-Maschine-Schnittstellen, Big-Data, Datenschutz, Daseinsvorsorge und PC-Kenntnissen als Alltagswissen.
Die Besonderheit von Gesellschaftstechnologien ist, dass die Gesellschaft von der Wissenschaft die Umsetzung aller dafür nötigen Technologien einfordert. Dies impliziert jedoch auch eine Beteiligung der Bürger*innen an gewünschten Anwendungen und Applikationen. Spätestens mit Digitalisierung als Gesellschaftstechnik ist die Implementation von Technik als Allgemeinbildung unumgänglich. Dafür bieten sich die MINT-Bildungsinitiativen an. Zudem verbindet Digitalisierung die sozialwissenschaftlichen Konstrukte der Wissens- und Zivilgesellschaft in fast idealer Weise.

Uwe Pfenning, Jahrgang 1958, bekennender Südhesse, seit 1988 in Baden-Württemberg an den Universitäten Hohenheim, Mannheim und Stuttgart sowie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf kultureller Mission tätig, (Hon.-Prof.- Dr.). Forschungsschwerpunkte waren/sind soziale Netzwerke, Techniksoziologie, MINT-Bildung und Fachkräftemangel,
Gesellschaftstechnologien wie Energiewende, E-Mobilität, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung. Auszeichnungen für Leuchtturmprojekte zur nachhaltigen Bürgerbeteiligung durch das Land Baden-Württemberg. Im Ehrenamt Präsident des Badischen Schachverbandes und Ehrenstadtverordneter seiner Heimatstadt Viernheim.

Daten Sammeln

Alexander Siegmund,
PH Heidelberg, UNESCO Chair on World Heritage and Biosphere Reserve Observation and Education

Donnerstag, 22.04.2021, 17:00 Uhr

Punkt, Linie, Polygon und Fragebogen - fertig ist der Datenmix aus Sicht der Geographie

Die Geographie ist eine "Brückendisziplin" zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaft. Entsprechend vielfältig ist die Art von Daten die erfasst, verarbeitet, analysiert und verwaltet werden. Das besondere dabei ist in der Regel der räumliche Bezug über geographische Koordinaten, Adressen, Einzugsgebiete etc. Welche Arten geographischer Daten lassen sich unterscheiden? Wie werden sie erhoben, geprüft und verwertet? Wo sind Quellen solcher Daten? - auf diese Fragen soll im Vortrag exemplarisch eingegangen werden.

Prof. Dr. Alexander Siegmund ist Professor für Physische Geographie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule und Universität Heidelberg. Er leitet die Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) sowie den dort angesiedelten UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation und ist Geschäftsführender Direktor des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Daten Formen

Anna-Katharina Dhungel & Marlene Dietrich, Neurona Blog

Dienstag, 27.04.2021, 17:00 Uhr

Datenanalysen und gesellschaftliche Folgen oder „Was hat eine Paprika mit künstlicher Intelligenz zu tun?“

Leistungsfähige Computer sammeln rund um die Uhr enorme Mengen an Daten. Entsprechend aufbereitet, können diese beispielsweise zum Training künstlicher neuronaler Netze genutzt werden. Am Beispiel des Paprika-Anbaus lassen sich insbesondere wirtschaftliche Vorteile aufzeigen. Mit Erheben und Formen von Daten geht eine große Verantwortung einher. Beispiele aus dem Bereich „Gender Equality“ verdeutlichen die gesellschaftliche Bedeutung eines kritischen, planvollen und verantwortlichen Umgangs mit Daten.

Anna-Katharina Dhungel hat nach ihrem Master in Politik- und Rechtswissenschaften fünf Jahre als IT-Consultant gearbeitet. In dieser Zeit schloss sie ein weiteres Masterstudium - Wirtschaftsinformatik - ab. Seit April 2021 arbeitet sie an der Universität zu Lübeck als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ihr Forschungsfokus liegt bei der künstlichen Intelligenz im öffentlichen Sektor. Im Mai 2020 hat sie außerdem gemeinsam mit ihrer Schwester Marlene Dietrich den Blog Neurona gegründet, der über künstliche Intelligenz aus einer weiblichen Perspektive berichtet und Frauen dazu motivieren möchte, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Marlene Dietrich hat sich nach ihrem Studium des internationalen Managements für ein weiteres Studium der Film- und Theaterwissenschaft entschieden. Sie war in verschiedenen Funktionen bei diversen Filmfestivals tätig. Sie hat außerdem ein besonderes Interesse für die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf unsere Gesellschaft und speziell auf Film- und Theaterproduktionen.

Daten Lesen

Sarah Stemmler, freiberufliche Data Coach

Dienstag, 04.05.2021, 17:00 Uhr

Zugangslink im moodle-Kurs

Die Kraft der Datenvisualisierung

Dieser Gastbeitrag gibt einen Überblick über das Themengebiet der Datenvisualisierung. Die Teilnehmer:innen erfahren einerseits, warum Datenvisualisierung eine wichtige Komponente bei der Datenanalyse darstellt und welche Visualisierungsform die Richtige für die gewünschter Aussagekraft ist. Außerdem lernen die Teilnehmer,*innen was sich hinter Storytelling im Datenkontext verbirgt und in welchen Tools man derzeit Daten visuell aufbereiten kann. Der Vortrag endet mit einem Ausblick auf mögliche Berufsprofile, bei denen Datenvisualisierung eine Schlüsselkompetenz darstellt.

Sarah Stemmler ist freiberuflicher Data Coach und begleitet Unternehmen bei der erfolgreichen Entwicklung von Data Science Anwendungen. Sarah war selbst mehrere Jahre als Data Scientist im IT-Umfeld tätig und hat für Unternehmen aus verschiedensten Branchen Data Science Projekte konzipiert und implementiert. Gerade das Thema Datenvisualisierung liegt ihr am Herzen. Oft unterschätzt und zu schnell als Nice-to-Have abgestempelt, sieht Sarah die Datenvisualisierung als notwendige kommunikative Brücke zwischen Data Science & Business Entscheider.